T-Shirts perfekt selbst bedrucken
3. September 2009 von Michael Vieten
Ein T-Shirt mit einem eigenen Motiv ist sehr einfach und mit geringem Aufwand anzufertigen. Bügelfolien sind seit vielen Jahren auf dem Markt, werden zu zig tausenden verkauft und gelten als ausgereift. Bei papermagic finden Sie T-Shirt Folien für Kopierer, Laser- und Tintenstrahldrucker für helle und dunkle Stoffe, von DIN A5 bis DIN A3. Allen Packungen liegt eine leicht verständliche und umfassende Arbeitsanleitung bei. Arbeiten Sie diese Schritt für Schritt ab, dann steht Ihrem Erfolg nichts mehr im Wege.
Hier können Sie sich alle Arbeitsanleitungen noch einmal ansehen, herunterladen oder ausdrucken.
Dennoch kommt es hin und wieder mal zu Schwierigkeiten bei der Verarbeitung und ein enttäuschter Kunde ruft uns an und bittet um Hilfe. Deswegen möchte ich hier mal Lösungen zu den auftretenden Problemen anbieten.
Das Transfer, also Ihr Motiv, wird vom Stoff nicht richtig angenommen.
Ursachen: Stoffe enthalten oft vielerlei Chemikalien, z.B. Farb- und Imprägnierstoffe. Um eine lange Seereise aus Fernost zu überstehen, werden die Stoffe zusätzlich mit Insektenschutzmitteln behandelt. Dieser Chemiecocktail beeinflusst die weitere Verarbeitung. Ein weiterer Faktor ist die Gewebedichte. Je dichter ein Stoff gewebt ist, desto schwerer dringt Flüssigkeit in ihn ein. Je länger muss also auch gebügelt werden, sonst nimmt der Stoff das Transfer nicht an.
Dampfbügeleisen wiederum haben Löcher in der Sohle. An diesen Stellen wirkt die Hitze nicht ausreichend auf das Transfer ein.
Bügeleisen erreichen in seltenen Fällen (das mag auch mit der Qualität des Eisens zusammenhängen) die benötigte Bügeltemperatur nicht.
Lösungen: Am besten Sie waschen problematische Stoffe vor dem Bebügeln.
Erhöhen Sie bei sehr dichten Stoffen, z.B. Leinentaschen, schrittweise die Bügelzeit. Dadurch lassen Sie dem Stoff mehr Zeit um in das Material einzusickern.
Verwenden Sie bitte nach Möglichkeit kein Dampfbügeleisen. Wenn Sie kein anderes Eisen haben, bewegen Sie das Bügeleisen während dem Aufbügeln vorsichtig hin und her. Schalten Sie unbedingt den Dampf ab!
Verwenden Sie ein Bügeleisen, welches die benötigte Temperatur zur Verfügung stellt. 200°C bis 210°C sollte das Bügeleisen schon erreichen.
Das Transfer löst sich nach dem Waschen.
Ursachen: Zu hohe Waschtemperatur und/oder mechanische Belastung durch Kontakt mit anderen Wäschestücken. Auch Zusätze zum Waschgang begünstigen ein Ablösen des Transfers. Bügeltemperatur oder Bügelzeit zu niedrig.
Lösungen: Nicht mehr als 40°C Waschtemperatur. Drehen Sie ihr Textil auf links. Verzichten Sie bei diesem Waschgang auf Zusätze wie Oxi, Gallseife oder Chavel etc.. Halten Sie sich an die angegebenen Zeiten in der Arbeitsanleitung. Arbeiten Sie gewissenhaft.
Das Transfer löst sich beim Bügeln nach dem Waschen.
Ursachen: Direktes Bügeln auf dem Transfer. Zu hohe Bügeltemperatur.
Lösungen: Bügeln Sie das Textil auf links. Bügeln Sie nicht heißer als die Einstellung Baumwolle.
Lasertoner haftet nicht vollständig auf der Folie.
Ursachen: Laserdrucker sind Normalpapierdrucker. Sie erwarten in der Standardeinstellung Büropapiere mit ca. 80g Grammatur. Die Transferfolien sind aber schwerer und erhitzen sich langsamer. Dadurch reicht unter Umständen die Fixiertemperatur für den Toner nicht aus.
Lösungen: Treffen Sie in der Medienauswahl ihres Druckers die entsprechende Auswahl. Schweres Papier, dickes Papier, Folien, Transferfolien etc..
Die Bügelfolien bleiben im Drucker stecken.
Ursachen und Lösungen entnehmen Sie bitte meinen Hinweisen auf Medienstaus. Dieses Thema haben wir schon mal behandelt. Den ausführlichen Artikel finden Sie hier: http://papermagic.biz/blog/2009/08/20/medienstau-verhindern
Die Bügelfolien kommen mit Blasen oder Verschmelzungen aus dem Drucker.
Ursachen: Bügelfolien müssen ab einer definierten Temperatur schmelzen. Sonst könnte man sie mit einem Bügeleisen oder einer Transferpresse ja nicht auf den Stoff übertragen. Die Fixiertemperatur eines technisch einwandfreien Laserdruckers liegt unterhalb dieser Schmelzschwelle. Treten Verschmelzungen oder Blasen auf, so ist entweder die Heizung oder der Temperaturregler des Laserdruckers defekt oder der Drucker hat zuvor einen großen Druckauftrag abgearbeitet und dadurch hat sich die Temperatur im inneren des Druckers erhöht (hochgeschaukelt).
Lösungen: Warten Sie, bis der Drucker abgekühlt ist. Um den Vorgang zu beschleunigen, können Sie unterstützend das Gehäuse öffnen. Bedrucken Sie die Folien direkt nachdem Sie den Drucker eingeschaltet haben. Wählen Sie in der Medienauswahl ‘Normalpapier’. Dadurch hat der Drucker zum Fixieren des Toners weniger Zeit, die Schmelzschwelle wird nicht mehr überschritten. Tritt der Fehler weiterhin auf, lassen Sie den Drucker prüfen. Schauen Sie in das Handbuch des Druckers. Möglicherweise schließt der Hersteller ein Bedrucken von Transferfolien oder Folien aller Art aus.



Ach jetzt verstehe ich wieso mein frisch bedrucktes Shirt das Motiv nach dem Waschen verloren hat, danke :-/
Im Grunde genommen eine schöne Idee und macht auch wirklich Spaß. Ich habs auch schon öfter mal ausprobiert und meistens wirds dann aber doch nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. Sehr schade, wenn man sich so viel Mühe beim Gestalten gibt und es dann nicht mal die erste Wäsche übersteht
Es ist äußerst wichtig, gewissenhaft zu arbeiten und sicher zu stellen, dass der Stoff auch Flüssigkeiten annimmt. Chemische Rückstände und zu geringe Temperatur beim Bügeln sind die häufigsten Fehlerquellen.